Sonntag, 16. November 2014

Ein Spielchen in Ehren...

... kann keiner verwehren :)

Loona war heute in Spiellaune! Ich hab mir gedacht ich filme das mal und stell es hier rein :) Als ich zu Filmen begonnen hab, war Loona schon wieder nicht mehr so in Stimmung... Aber sie wollte Spielen und das fand ich schon mal uuuuuur gut!

Sandy hat auch mitgespielt :)





Nur Wurst...

Die Infusionen haben gestern gut geklappt, hab den "Wäscheklammertrick" angewandt. Ich werd beim nächsten Mal ein Foto machen, damit ihr wisst was ich meine. Dann werd ich das auch erklären.

Gestern hab ich Loona mit der Spritze ohne Nadel noch ca 22ml Convalescence Support gegeben.

In der Nacht hat sie wie immer auf mir geschlafen und als es Zeit war aufzustehen, hat sie zu kuscheln begonnen. Ich nenn das immer "Kampfkuscheln", weil sie mit ihrem Köpfchen ganz fest gegen meine Nase, mein Gesicht stößt :)

Heute war es das erste Mal seit längerem so, dass sie freudig in die Küche gelaufen kam und sogar gemauzt hat und mich aufgefordert hat ihr endlich was zu fressen zu geben :) Das hat mich schon mal sehr sehr gefreut, doch als ich ihr ihren Napf hin gestellt hab, hat sie kurz dran geschnuppert und sofort gewartet, was Sandy bekommt. Auch das hat sie dann nicht interessiert... Schade!

Na gut, dann halt wieder Schinken. Diesmal hab ich es mit Extrawurst versucht. Hat der kleinen Maus natürlich auch geschmeckt, da ist sie ganz wie das Frauli :) 42g hat sie gegessen. Jetzt hat sie ordentlich Durst. Wird Zeit, dass sie wieder Katzenfutter frisst, die Wurst tut ihr nicht gut auf lange Sicht. Ich bin zwar froh, dass sie überhaupt etwas gefressen hat, aber das muss sich bald ändern.

Antibiotika hat sie ganz brav geschluckt. Sie kann es zwar nicht leiden, aber mittlerweile gegen 90% der Flüssigkeit in ihr Mäulchen ohne dass sie es wieder ausspuckt. Mit den Tabletten hab ich da noch nicht so viel Glück :(

Beim Näschen putzen hab ich heute wieder ganz Zähes Material raus bekommen. Wieder ca so groß wie ein größerer Stecknadelkopf. Ich hoff, dass das auch was bringt und nicht immer wieder "nachwächst". Auf jeden Fall kommt es mir so vor, als wurde sie mit jedem Tag ein bisschen besser Luft bekommen.

Ach und in der Nacht hat sie wieder neben mein Bett gemacht. Ich bin soooo froh, dass ich die wichtigsten Stellen im Schlafzimmer schon mit so Einwegeinlagen ausgelegt habe. Solche Einlagen (klick) meine ich. Ich hab die angepieselte einfach in den Müll geworfen und eine neue aufgelegt. War nach 2 Minuten erledigt und ich musste nicht mit sämtlichem Putzzeug anrücken und mal eine Stunde putzen. Das erleichtert wirklich so einiges!! Jetzt seh ich das Thema auch viel entspannter! Eine Windel will ich Loona nicht antun, weil sie ja nicht überall unkontrolliert Harn verliert, sondern nur an bestimmte Stellen im Schlafzimmer macht. Manchmal habe ich das GEfühl sie geht da aus Protest extra hin und manchmal glaub ich (gerade in der Nacht) schafft sie es nicht mehr aufs Klo. Jeden Tag 100ml subkutane Infusion sind schon viel Flüssigkeit und das muss halt auch wieder raus :)

Schönen Sonntag

Samstag, 15. November 2014

Probleme beim Fressen

Momentan ist das Fressen ein großes Thema hier. Loona weigert sich etwas zu fressen. Donnerstag Abend hab ich ihr sogar 9 verschiedene Futtersorten angeboten, bei jeder ist sie ganz ganz freudig angelaufen gekommen, doch dann wollte sie doch nichts.

Dass es an Übelkeit liegt wäre nahe liegend, doch ihre Tabletten bekomme ich kaum in sie rein. Ich hab nun mehrere Möglichkeiten das zu ändern:

 - Tabletten in Wurst/Streichwurst: Will sie nicht, weil sie daran kein Interesse hat
 - Tabletten in Butter, damit sie besser runter rutschen: Butter verabscheut sie momentan
 - Tablettentaschen: Das sind angeblich so Futtertaschen, in die man Tabletten geben kann. Gibt es zB hier zu kaufen (klick). Überzeugt mich jetzt nicht so, weil sie ja eh schon nichts frisst. Dann wird sie mir das auch nicht fressen.
 - Leere Gelatinekapseln: Dabei handelt es sich um leere Kapseln, die man mit Medikamenten füllen kann. Gibt es zb hier zu kaufen (klick). Find ich sehr sehr gut und werd ich mir auf jeden Fall zum Probieren mal zulegen. Der Vorteil ganz klar: Loona muss 3 Medikamente nehmen. Von jedem 1/4 oder 1/8 einer Tablette. Wenn ich ihr die Tablette ins Maul stecke und Wasser hinterher gebe, dann löst sich die Tablette im Maul auf. Das schmeckt ja bei uns Menschen auch furchtbar. Das passiert dann bei diesen Kapseln nicht. Und ein weiterer großer Vorteil: Wenn die Kapsel unten ist, dann sind alle Medikamente auf einen Streich erledigt. Die Kapsel könnte man zB mit Butter oder Streichwurst einreiben, damit sie besser rutscht.


Heute hat Loona ca 40g Schinken gefressen, sonst noch nichts. Das geht die letzten 4 Tage schon so. Man müsste meinen, dass es ihr recht schlecht geht, doch das ist absolut nicht der Fall. Als ich heute heim gekommen bin, ist sie am Fensterbrett gesessen und mir entgegen gelaufen als ich in die Wohnung gekommen bin. Und sie springt munter am Kratzbaum rum, jagt Sandy, springt... Also an ihrem Verhalten merk ich nicht, dass sie so wenig frisst.

Hier Loona beim Schinken-Fressen :)





Gestern hab ich es geschafft 20ml von dem Convalescence Support Brei in sie rein zu bekommen. Ich hoff, dass das auch heute wieder klappt. Antibiotika klappen eigentlich jeden Tag und auch das Nase putzen.

Ich hab mit Wattestäbchen schon oft stecknadelkopfgroße, zähe Schleimkügelchen aus ihrer Nase / ihren Nebenhöhlen gezogen. Ich hab einmal ihre Nase mit einem Wattestäbchen abgewischt und das Wattestäbchen gedreht. Plötzlich ist ein "Schleimfaden" hängen geblieben. Ich hab das Wattestäbchen weiter gedreht und es kam immer mehr aus der Nase. Loona musste niesen, das war gut so, wenn so kam noch mehr. So viel wie ich da raus ziehen konnte, muss das schon aus den Nebenhöhlen gekommen sein... Ich hab das Gefühl, dass ihr das gut tut, denn diese Stücke sind so gummiartig, die könnte sie auf keinen Fall allein raus niesen.

Das war der heutige Tag, die Infusion und die Tabletten stehen noch aus, das mach ich immer vor dem Schlafen gehen.

Der nächste Schock

Mitte Oktober begann Loonas Nase ganz plötzlich zu rinnen. Dr. Fastl meinte, dass wir mal abwarten was daraus wird, da Antibiotika die Niere sehr belasten. Diese Ansicht fand ich super.

Es schien Loona auch besser zu gehen, doch ganz plötzlich kamen dicke gelbe Tropfen aus ihrer Nase. Ich konnte ihr Näschen alle paar Minuten abwischen, es hörte einfach nicht auf zu rinnen. Also sofort ab zum Arzt. Ich bin wirklich froh, dass ich immer gleich am selben Tag einen Termin bekomme. Gewartet hab ich in der Liechtensteinstraße noch nie länger als 15 Minuten, egal ob akut oder mit Termin. Das ist - für Mensch und Tier - wirklich sehr sehr angenehm!

Beim Tierarzt rennt Loona mittlerweile herum, wenn keine anderen Tiere da sind:



Dr. Fastl diagnostizierte eine Nebenhöhlenentzündung. Um Antibiotikum kamen wir nicht mehr drum rum. Zum Glück gab es das in flüssiger Form, denn Tabletten geben ist ein Horror, das kann Loona gar nicht leiden.

Die Intervalle während der Infusion wurden auf tägliche Gabe erhöht, da sie auch fieberte. Loona war wieder recht müde.

Ich hatte das Gefühl, dass sie vorerst auf das Antibiotikum gut angesprochen hat. Auch die täglichen Infusionen haben ihr gut getan. Sie hatten nur einen Nebeneffekt: Loona machte ihr kleines Geschäft sehr sehr oft im Schlafzimmer. Neben dem Bett, unter dem Bett, unter das Nachtkasterl... Das war sehr unangenehm. Ich sah es als Protest gegen die täglichen Infusionen. Außer Putzen fiel mit dazu vorerst nichts ein. Ich hab einen speziellen Spray gekauft, der den Geruch verschwinden lassen soll, weil ja Katzen wieder an die selbe Stelle urinieren, wenn es nach ihrem Urin riecht. Allein von dem Geruch dieses Sprays wird mir mittlerweile schlecht. Und das alles noch im Schlafzimmer ;(

Nach fast einer Woche hatte ich das Gefühl, dass es wieder ein wenig schlechter geworden ist, also bin ich noch einmal in die Liechtensteinstraße gefahren. Dr. Fastl war an dem Tag nicht da, also kam ich zu Dr. Frühwirth. Er gab Loona ein weiteres Antibiotikum. Es könnte sein, dass das eine nicht alles abdeckt. Also ab da an 3 mal täglich Antibiotikum ins Mäulchen spritzen, täglich 2 Tabletten verabreichen und eine Infusion geben. Loona mochte - wie man sich vorstellen kann - nichts davon. Mal ging es besser, mal ging es schlechter. Im Großen und Ganzen haben wir das ganz gut gemeistert. Bin ganz stolz auf meine kleine Maus!

Bezüglich der Medikamente und Infusionen, die ich verabreiche, gibt es eine eigene Seite hier, unter "Medikamente".

Auf der Seite "Tips & Tricks" werde ich im Laufe der Zeit alle Tips & Tricks auflisten, die die Behandlungen für Mensch und vor allem für die Katze erträglicher machen oder die Sache einfacher machen.

So, nun bin ich beim heutigen Tag angelangt und dazu kommt wieder ein neuer Post :)

Das kann nicht das Ende sein

Anfang August wurde mir in der Tierklinik gesagt, dass sie nichts mehr für Loona tun können. Wir können sie mit heim nehmen bis es ihr schlecht geht und dann müsse man sie erlösen.

Hier mal ein paar Bilder von ihrem stationären Aufenthalt in der Tierklinik:





Nachdem der erste Schock vorüber war, war für mich klar, dass es für Loona einfach noch nicht Zeit ist zu gehen. Ich hab sie angesehen und wusste das. Deswegen wollte ich unbedingt eine zweite Meinung einholen. Durch Internetrecherche bin ich drauf gekommen, dass es in Wien einen Spezialisten für Nierenkrankheiten bei Katzen gibt, nämlich die Tierarztpraxis Liechtensteinstraße (klick).

Ich hab gleich angerufen und gehofft noch in der selben Woche einen Termin zu bekommen. Als ich den Ernst der Lage erklärt hatte, hab ich noch am selben Tag einen Termin bekommen. Allein das hat mich schon gefreut. Wir haben alle Befunde aus der Tierklinik mitgebracht.

Betreut wurden wir von Dr. Fastl. Da das letzte Blutbild schon einige Tage alt war, hat Dr. Fastl ein großes Blutbild gemacht. Um sich die Nieren genau anzusehen, hat er einen Ultraschall gemacht. Danach meine er, dass Loonas Nieren keine sichtbaren Schäden haben. Er hat auch die Blase punktiert um Harn zu entnehmen um zu sehen, ob sie vielleicht eine Blasen- oder Nierenbeckenentzündung hat. Auch das kann zu erhöhten Nierenwerten führen.

Der Nierenwert lag bei 4,7. Wir waren erschrocken, doch Dr. Fastl nicht so sehr. Er meinte, dass Loonas Allgemeinzustand so gut ist, dass an Einschläfern momentan nicht zu denken ist. Ich war soooo erleichtert.
Loona hat eine subkutane Infusion bekommen und für zu Hause hab ich Tabletten gegen die Übelkeit bekommen. Dr Fastl sagte, dass sie die Infusionen vorerst jeden dritten Tag bekommen sollte. Gut, also jeden dritten Tag zum Tierarzt.

Im Laufe der nächsten Tage musste ich öfters assistenzfütern (den Audruck "zwangsernähren" versuche ich zu vermeiden, das klingt so brutal). Den Tiefpunkt erreichte Loona, als das Kreatinin auf 7,0 geklettert ist.

Ich wollte nicht weiterhin jeden dritten Tag in die Praxis kommen, da es erstens für Loona ein wahnsinniger Stress war und außerdem finanziell sehr belastend. Dr. Fastl meinte, dass ich ihr die Infusionen auch selbst geben könnte. Er zeigte es mir und ich probierte es gleich in der Praxis. Die Hemmschwelle war groß, aber ich hab es geschafft.

Zusätzlich bekam ich Tabletten gegen Bluthochdruck mit. Denn auch zu hoher Blutdruck kann die Nierenwerte verschlechtern.

Zu hause klappte es mit den Infusionen einigermaßen gut. Auch zu fressen hat Loona wieder begonnen. Sie war von der Art her so wie immer. Das spiegelte sich auch im Nierenwert wieder. Er ging runter auf 5,0. Zwei Wochen später war er dann wieder auf 6,0. Doch auch da meinte Dr. Fastl, dass es nicht tragisch ist, da sich der Wert scheinbar einpendelt und Loonas Verfassung gut ist. Einen ganz wichtigen Satz sagte er, der mir immer wieder Mut gemacht hat:

Wir behandeln nicht den Blutwert, wir behandeln die Katze

So lange es Loona so gut geht, kann der Nierenwert noch so hoch sein. Wichtig ist ihr Allgemeinzustand. Und der war durchwegs gut.

Einmal ging es ihr nicht so gut. Sie war träge, appetitlos, begann wieder sich zu verstecken, weniger zu fressen. Dr. Fastl machte ein Blutbild: Loona war sehr stark anämisch. Ihr Hämatokrit war bei 21%. Der Normalbereich beginnt glaub ich bei 27%. Der Arzt meinte, dass er ihr ein Hormon spritzt (Epo), das die Bildung von roten Blutkörperchen anregt. Dieses Hormon würde normalerweise in der Niere produziert werden, doch aufgrund des hohen Nierenwertes kommt es da zu Problemen. 
Zusätzlich spritzte er ihr ein Eisenpräparat und ein appetitanregendes Medikament.

Zu Hause ging es mit Infusionen wie gehabt weiter.

So fährt Loona übrigens am liebsten Auto:



Es ging ihr immer besser und sie war in meinen Augen wieder ganz die alte. Ich hab es ihr nicht angemerkt, dass sie krank ist. Und ich hab mittlerweile einen "Loona-Blick". Ich weiß mittlerweile ohne Blutbild wann sie "Epo" braucht und wann nicht. ich erkenne mittlerweile wirklich sehr viele Kleinigkeiten. Ich denke, dass das im Laufe der Behandlung am Wichtigsten ist: Beobachten, beobachten, beobachten! Nur so kann man minimale Veränderungen rasch erkennen und dagegen wirken. 

Ich habe zB Loonas Futtermenge gewogen und notiert. So habe ich sofort gemerkt, wenn es weniger wurde. Das war ja wiederum ein Zeichen dafür, dass das Hormon langsam weniger wurde und/oder der Nierenwert wieder gestiegen ist.

Aber im Großen und Ganzen ging es ihr gut und der Nierenwert pendelte sich zwischen 5 und 6 ein.

Loona's Geschichte

Das ist Loona:


Und das ist Sandy:




Loona kam am 22. Mai 2010 zu uns. Sandy war schon seit 22. Jänner 2010 hier. Anfangs pfauchten sie sich ab und zu an, doch mittlerweile verstehen sie sich super!

Als Loona zu uns kam, wog sie 1,2kg, war nur noch Haut und Knochen und hat nach Urin gestunken. Sie muss wohl schon in jungen Jahren sehr viel mitgemacht haben. So sah sie damals aus.


Im Laufe der Jahre waren wir eigentlich nur zum Impfen und der jährlichen Kontrolle beim Tierarzt. Jedes Jahr hab ich ein großes Blutbild machen lassen, nur zur Sicherheit. Loona hatte immer leicht erhöhte Nierenwerte (CREA 1,9) aber noch nicht bedenklich.

Anfang 2014 ist der Kreawert dann auf 2,6 geklettert. Mir wurde empfohlen Loona eine Nierendiät zu füttern. Das hab ich dann gemacht. Ich hab das Futter dafür beim Tierarzt gekauft.

Im Juni 2014 war die jährliche Kontrolluntersuchung wieder dran. Der Tierarzt sagte, dass Loonas Zahnstein entfernt werden sollte. Dass das einmal fällig wird, war mir klar, da sie immer schon ein bisschen Probleme damit hatte. Dafür war eine Narkose notwendig. Ich war sehr nervös, aber es ist alles gut gegangen.


Im Juli 2014 hat sie sich sehr verkühlt. Sie hat geröchelt, wenig gefressen und war weniger aktiv. Ich bin mit ihr in die Tierklinik gefahren. Zuerst wurde versucht es mit Antibiotikum zu behandeln, doch das hat nicht geklappt. Trotz Antibiotika wurde das "Rasseln" immer schlimmer. Die Ärzte meinten, dass es gut wäre eine Endoskopie zu machen um zu sehen ob ein Fremdkörper in ihrer Nase ist. Auf einem Röntgen war nichts zu sehen.
Gut, ich willigte ein. Die Endoskopie musste unter Narkose gemacht werden. Diese Narkose hat sie nicht so gut vertragen. Wahrscheinlich weil es die zweite innerhalb kurzer Zeit war. Die ersten Tage ist sie nur gelegen und hat sich kaum bewegt. Doch dann, von einem Tag auf den anderen, war sie wieder lebendig, Antibiotika musste sie nach wie vor nehmen,

Bei der Endoskopie wurde kein Fremdkörper gefunden. Sie fanden ziemlich zähen und gummiartigen Schleim/Eiter in Form kleiner Kügelchen. So zäh, dass sie es nicht ausniesen konnte. Ihr kleines Näschen hat noch ein paar Tage nach geblutet. Aber sie hatte sich gut erholt.

Blutwerte wurden immer vor und nach der Narkose untersucht und kontrolliert. Nach der Endoskopie sagte mir der Tierarzt, dass die Nierenwerte im Normalbereich  seien und ich normales Futter füttern könnte. Das war wohl ein Fehler, wie sich später herausstellte.

Ein paar Wochen später ging es Loona ganz plötzlich sehr schlecht. Sie versteckte sich, zog sich in die hintersten Winkeln zurück und kam nicht mal mehr zum Fressen. Anfangs kam sie noch angelaufen wenn Futterzeit war, doch sie hat nichts gefressen. Es hat so gewirkt, als wollte sie unbedingt fressen, doch im letzten Moment hat sie sich umentschieden. Dann hat sie gar nichts mehr gefressen. Ich bin natürlich sofort mit ihr in die Tierklinik gefahren.

Dort wurde gleich ein Blutbild gemacht. Der Nierenwert war wieder erhöht, bei 3,0. Loona bekam eine subkutane Infusion und ein Medikament gegen Übelkeit gespritzt. Mir wurde gesagt, dass erhöhte Nierenwerte zu Übelkeit führen können und es sein kann, dass sie deswegen nichts frisst. Zudem hatte sie 40,5° Fieber und fühlte sich ganz schlapp.

In den nächsten Tagen musste ich sie mit einer kleinen Spritze (ohne Nadel versteht sich) mit einem speziellen Brei füttern, der hohe Kalorien hat, damit sie wieder zu Kräften kommt.

Bei der Kontrolluntersuchung ein paar Tage später stellte sich heraus, dass der Nierenwert noch mehr gestiegen ist, auf 3,7. Es war ein Freitag. Die Klinik schlug vor Loona über das Wochenende zu behalten und eine 48 Stunden Intensiv-Infusion zu verabreichen. Schweren Herzens lies ich sie dort. Wir besuchten sie jeden Tag.

Am Sonntag Nachmittag bekam ich einen Anruf von der Tierklinik. Sie fragten, ob ich denn noch vorbei komme. Ich fragte worum es denn geht. Die Ärztin sagte mir, dass der Nierenwert auf 4 gestiegen ist. Man könne nichts mehr für sie tun. Ich könnte sie noch mit heim nehmen und abwarten. Wenn es ihr schlechter geht, dann müsse sie eingeschläfert werden.

Das war Anfang August. Jetzt, Mitte November lebt die kleine Maus noch immer und es geht ihr nicht unbedingt schlecht. In der Zeit gab es natürlich Höhen und Tiefen. Doch dazu im nächsten Post, sonst wird das zu lang hier :)